Wenn du als Trainer oder Kursleiter einen Präventionskurs nach § 20 SGB V anbieten möchtest, musst du entsprechend dem aktuellen Leitfaden Prävention die im Handlungsfeld Bewegung geforderten fachlichen Mindeststandards erfüllen. Zudem ist eine Einweisung in das durchzuführende Verfahren verpflichtend. Aber keine Sorge, bei uns entspricht die Lizenz dieser Einweisung.
Wenn du Pilateskurse als Präventionskonzept anbieten möchtest, musst du gegenüber der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) eine einschlägige Ausbildung mit einem Umfang von 100 Unterrichtseinheiten (UE) nachweisen.
Um die geforderten 100 UE zu erreichen, kannst du bei uns zusätzlich zur Pilates Trainer Ausbildung in Präsenz (49 UE) eine zusätzliche Ausbildung absolvieren. Diese Zusatzausbildung kann in den Formaten Live-Online oder Präsenz aus einem beliebigen Produktbereich gewählt werden (z. B. die Ausbildung zur Fitnesstrainer B-Lizenz mit 126 UE). Die fehlenden UEs müssen nicht nur mittels einer Ausbildung erzielt werden, sondern können auch auf mehrere Ausbildungen aufgeteilt werden.
Sobald du die Ausbildungen erfolgreich absolviert und die Trainingsmethoden verinnerlicht hast, erhältst du von uns die Lizenz zum Pilates Trainer, die zusätzliche Lizenz (z. B. die Fitnesstrainer B-Lizenz) sowie die Pilates 100 Lizenz. Diese muss gemeinsam mit der Mustereinweisung bei der ZPP eingereicht werden. Beides ist auf Nachfrage erhältlich.
Mit der erforderlichen Voraussetzung zur Anbieterqualifikation erfüllst du die formalen Kriterien für ein Kursangebot, denn unsere Pilates 100 UE Ausbildung beinhaltet auch die Einführung in das Kurskonzept. Das bedeutet, die Teilnehmer müssen nicht mehr ein eigenes Konzept anerkennen lassen, sondern können direkt einen Kurs auf Basis unseres (bei der ZPP zertifizierten) Konzepts anbieten.
Das Pilates Konzept und somit natürlich auch die Inhalte des Kurses sollten auf die Förderung der Beweglichkeit, Kräftigung der Muskulatur, Verbesserung der Körperhaltung und Reduktion von muskulären Dysbalancen ausgerichtet sein.
Die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) in Deutschland ist eine Einrichtung, die Präventionskurse auf ihre Qualität und Wirksamkeit überprüft.
Nach erfolgreichem Abschluss des Kursangebots kannst du die ZPP-Zertifizierung für deine Pilates-Präventionskurse beantragen.
Nach Erhalt der ZPP-Zertifizierung kannst du mit den teilnehmenden Krankenkassen kooperieren, um deine Präventionskurse für Versicherte zugänglich zu machen. Die meisten Krankenkassen haben sich der ZPP angeschlossen.